Bugenhagenkonferenz im Landesmuseum
Die wissenschaftliche Bugenhagenkonferenz fand am 20. und 21. Juni 2008 im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald statt.
Thema: „Durchs Wort allein“. Bugenhagen und die reformatorische Kraft des Wortes.
Programm der Bugenhagen-Konferenz
Der Croy-Teppich von 1554/1556 ist eine 6,80 Meter lange und 4,32 Meter hohe Bildwirkerei, die sich im Besitz der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald befindet. Er gilt aufgrund seiner Größe, der Darstellung und der Qualität der Ausführung als ein einzigartiges kulturhistorisches Zeugnis aus der Zeit der Reformation.
Das Werk wurde 1554 von Herzog Philipp von Pommern in Auftrag gegeben und nach einem Entwurf aus der Cranach'schen Werkstatt von Peter Heymanns, einem niederländischen Bildwirker, in Stettin angefertigt. Es wurde die Basselisse-Wirktechnik angewendet. Auf dem Teppich befindet sich eine Darstellung des pommerschen Herzogs mit seiner Familie sowie der Familie seiner Frau Marie, des kursächsischen Fürstenhauses. Die Figuren sind rings um den predigenden Martin Luther angeordnet. Außerdem finden sich im Hintergrund die Reformatoren Philipp Melanchthon und Johannes Bugenhagen.
![]() Herzog Barnim XI, Johannes Bugenhagen, Philip I. (v.l.n.r.) Croy-Teppich der Greifswalder Universität im Pommerschen Landesmuseum Greifswald. |
Herzog Ernst Bogislaw von Croy war der Sohn der Herzogin Anna von Pommern, schenkte die Tapisserie 1687 der Greifswalder Universität. Mit der Schenkung war die Auflage verbunden, sie alle zehn Jahre, zum Todestag der Herzogin Anna, im großen Hörsaal der Universität auszuhängen.
Während des 2. Weltkrieges war das Werk zunächst nach Lübeck, dann nach Celle ausgelagert worden, bevor es zum 500-jährigen Bestehen der Universität 1956 an den Ort seiner testamentarischen Bestimmung zurückgeführt wurde.
Seit 2005 befindet sich der Croy-Teppich im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald.
Pommersches Landesmuseum Greifswald
![]() Pommersches Landesmuseum. Foto: plm |
Vom Franziskanerkloster zum Museum des 21. Jahrhunderts: Weiße, weithin leuchtende klassizistische Gebäude, die moderne Glas- und Stahlkonstruktion der Museumsstraße und die Klosterbibliothek mit ihren roten Backsteinen - ein reizvolles Ensemble unmittelbar am historischen Markt der alten Hanse- und Universitätsstadt Greifswald, eingebettet in die historische Wallanlage und lauschige Gärten und Höfe. Kurz nach 1250 waren hier die ersten Baulichkeiten des Franziskanerklosters entstanden.
Im Zuge der Reformation ergriff die Stadt von den Klostergebäuden Besitz. Auf den Fundamenten der Klosterkirche entstand von 1793 bis 1795 die Stadtschule - Architekt war kein Geringerer als J. G. Quistorp, der Zeichenlehrer C. D. Friedrichs. Wenig später nochmals umgebaut, beherbergt sie heute die Gemäldegalerie. 1845 errichtete man eines der modernsten Armen- und Altenheime Neuvorpommerns, auf das der Name “Graues Kloster“ (nach der grauen Ordenstracht der Franziskaner) überging.
Das heutige Hauptgebäude des Museums nimmt die Dauerausstellungen zur Erd- und Landesgeschichte Pommerns sowie den gesamten Servicebereich mit Foyer, Café und Museumsshop auf. Der mittelalterliche Komplex um die Klosterbibliothek steht für Sonderausstellungen und Museumspädagogik zur Verfügung. Als Verbinder für alle historischen Gebäude dient die gläserne, multifunktionale Museumsstraße, die den Tagungs- und Veranstaltungsbereich aufnimmt. Zusammen mit dem Kloster- und dem Findlingsgarten sowie dem großzügigen, in Granit gestalteten Vorplatz lässt sich nun das ehemalige Areal des Franziskanerklosters an der Stadtmauer wieder erleben.
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